Tel.: 0391 / 662 84 82 eMail: info@wasserstrassenkreuz-magdeburg.de
Wolmirstedt und Colbitz: Wasserstraßenkreuz, Linden-Urwald und Heidebrauerei
Nur einige Kilometer nördlich von Magdeburg liegt ein großes, wacker lustiges Dorf: Colbitz. Hier gibt es weit mehr zu entdecken, als man bein bloßen Durchfahren in Richtung Tangermünde vermuten würde: Der Erfinder der Fotografie kam hierher, das Bier für Magdeburg wird hier gebraut, hinter dem Dorfe liegt der größte Lindenwald Europas und in Richtung Magdeburg kommt man an Wolmirstedt vorbei, Sommersitz der Magdeburger Erzbischöfe, wo sich 1348 die größte Hochstapelei der deutschen Geschichte zutrug, die Karriere des Falschen Waldemar.
Unsere Gästeführer zeigen Ihrer Gruppe, zünftig als Räuber und Mönch gewandetet, wie das beste Bier der Welt gebraut wird oder wie die schrulligen Eingeborenen dieser Gegend früher im und mit dem Heide-Urwald gelebt haben.
Nur wenige Kilometer südlich, zwischen Wolmirstedt und Magdeburg, führen wir Sie über die größte binnenwasserbauliche Anlage Europas, das Wasserstraßenkreuz Magdeburg. Fünf Schleusen, das größte je gebaute Auftriebs-Schiffshebewerk und die längste Kanalbrücke der Welt verbinden den Mittellandkanal mit der Elbe. Kurzum, eine Gegend, die es zu entdecken lohnt!
Touralis bietet Ihrer Reisegruppe in Colbitz / Wolmirstedt folgende Leistungen (bitte klicken Sie für Detailseiten auf den blauen Link):
| Urwaldführung im Colbitzer Lindenwald | Colbitzer Lindenwald |
| Nachtwanderung im Colbitzer Lindenwald | Nachtwanderung Lindenwald |
| Brauereiführung in der Colbitzer Heidebrauerei | z.Z. keine Internetseite |
| Führung am Wasserstraßenkreuz Magdeburg | Wasserstraßenkreuz Magdeburg |
Der Falsche Waldemar
Es geschah im Frühjahr des Pestjahres 1348. Da erschien zu Wolmirstedt, vor der Sommer-Burg des Erzbischofs Otto von Magdeburg, ein alter, ergrauter Pilger und bat um Einlaß, er habe Wichtiges mitzuteilen. Man wollte ihn abweisen, aber er beharrte auf einem Labetrunk. Nachdem der Alte einen kräftigen Zug getan, ließ er einen fürstlichen Siegelring in den Becher fallen. Diesen brachte man dem Erzbischof, und als dieser den Siegelring erblickte, rief er freudig: "Das ist Markgraf Waldemars Ring!" Daraufhin führte man den Pilgersmann zu ihm.
Kaum hatte Erzbischof Otto den Fremden erblickt, bestätigte er, es wäre der vor 29 Jahren, am 14. August 1319, verstorbene Markgraf Waldemar von Askanien. Auch der Fremde bekannte sich als Markgraf Waldemar. Er habe sich als reuiger Pilger auf eine Wallfahrt zum Heiligen Grabe nach Palästina begeben, um sein Leben in Gebet und Buße zu vollenden. Sein Tod vor 29 Jahren sei nur eine Täuschung gewesen und an seiner Statt die Leiche eines anderen begraben worden. Als er aber gehört habe, wie sein geliebtes Land Brandenburg unter fremden Herrschern leide - den bayrischen Wittelsbachern, die durch Kaisergunst Brandenburg erhalten hatten - habe er sich eiligst auf den Heimweg gemacht, um seinem Volke zu helfen.
Der beeindruckte Erzbischof bestätigte die Echtheit Waldemars. Die Kunde verbreitete sich blitzschnell, und von allen Seiten strömten die Menschen herbei, um sich selbst von der Wiederkehr des geliebten Fürsten zu überzeugen. Niemand zweifelte an der Rückkehr Waldemars; alles an ihm schien echt – Gestalt, Gebärden, Sprache und alle Eigentümlichkeiten.
Waldemar zog auf einem Huldigungsfeldzug durch die Mark Brandenburg und versammelte die Fürsten hinter sich, die ihm nur allzu gern gegen die Wittelsbacher folgten. Mit einem riesigen Heer erschien er schließlich vor der Burg Brandenburg und vertrieb die Bayern wieder in ihr fernes Land.
Waldemar residierte so zwei Jahre lang auf der Burg Brandenburg und wurde auch vom deutsch-römischen Kaiser Karl IV. wieder mit der Mark Brandenburg belehnt. Bis 1350 durch einen Zufall ans Licht kam, dass dieser Waldemar der Müllersbursche Jakob Rehbock war, der aus einem Scherze mit dem Magdeburger Erzbischof keinen Ausweg mehr gefunden hatte!
Da aber durch die List Jakob Rehbocks die Mark Brandenburg wieder an die Askanier gefallen war, gewährten ihm diese bis zu seinem Ende 1356 Asyl auf ihrer Burg in Dessau. Er soll dort sogar in der Fürstengruft beigesetzt worden sein.